April Kollektion: Das andere Tal
Arbeiten von Lisa Braid, Emma Peinhopf und Aslan Kudrnofsky
Die April-Kollektion bewegt sich durch vertraute Landschaften – und verschiebt sie ein Stück. Zwischen Alpenidylle und innerem Echo, zwischen Geborgenheit und dem Gefühl, eingeschlossen zu sein.
Über die Kollektion
Es beginnt wie ein Aufstieg. Schritt für Schritt – hinein in eine Landschaft, die vertraut wirkt – sich aber seltsam verschiebt. Mit der April-Kollektion von The Art Lookout laden wir dich ein auf eine Wanderung zwischen den Welten: Zwischen Alpenidylle und innerem Echo, zwischen Kindheit und Konstruktion, zwischen Nähe und Abgrenzung. Almhütten stehen still in der Landschaft. Zäune ziehen klare Linien. Das Versprechen von Zuhause liegt in der Luft – warm, sicher, fast zu ruhig. Und doch: Etwas ist anders.
Diese Kollektion bewegt sich durch volkstümliche Bilder und romantisierte Vorstellungen von Landleben und öffnet sie zugleich. Wie in einem Traum kippt die Wahrnehmung: Formen werden weicher, Motive beinahe niedlich, fast zerbrechlich. Erinnerungen tauchen auf wie verblasste Fotografien, schön, aber nicht ganz greifbar. Ein Hauch von Melancholie liegt über allem. Zwischen Ornament und Oberfläche entstehen Arbeiten, die sich schmücken und gleichzeitig hinterfragen.
Zwischen Naturverbundenheit und Inszenierung. Zwischen Freiheit und dem Gefühl, eingeschlossen zu sein. Die Alpen als Sehnsuchtsort – und als Raum, der begrenzt, strukturiert, genutzt wird.
Mit Arbeiten von den Künstlerinnen: Lisa Braid, Emma Peinhopf & Aslan Kudrnofsky. Gemeinsam verweben sie Motive von Tradition, Tourismus und surrealer Verschiebung. Ihre Werke erzählen von Rückzugsorten und Nestern, von zarter Fragilität und stiller Enge – und von der Frage, was „Zuhause“ heute eigentlich bedeutet. Diese Kollektion ist ein Spaziergang, der keiner Richtung folgt. Ein Blick, der sich verändert. Ein Gefühl, das bleibt. Und vielleicht findest du unterwegs etwas, das dir vertraut vorkommt – auch wenn du nicht sagen kannst, warum.
Über die Künstlerinnen
Lisa Braid
Lisa Braid lebt und arbeitet in Wien. Ihr visuelles Denken wurde früh geprägt: durch ein Aufwachsen auf dem Land und die flimmernde Sogwirkung des Fernsehers. In Ölmalerei untersucht sie die Spannung zwischen Bewegung und Stille, zwischen Wachstum und Ungewissheit – und die sich stetig verschiebenden Dynamiken in Beziehungen und Emotionen. Manchmal reichert sie ihre Bilder mit Materialien an, die von Gedächtnis und Vergänglichkeit erzählen: Hausstaub, Asche aus dem Kamin, Eierschalen.
Emma Peinopf
Emma Peinhopf arbeitet an der Schnittstelle von Alltag und Surrealem. In farbigen Bleistiftzeichnungen hält sie flüchtige Momente fest – und überführt sie in lebhafte, manchmal schräge Erzählungen. Neben diesen Momentaufnahmen schafft sie keramische Figuren und erfundene Charaktere: großäugig, übertrieben niedlich – und doch mit einem leisen Unterton aus Unbehagen oder Melancholie. In diesem Nebeneinander aus realen Begegnungen und imaginierten Wesen bewegt sich ihre Arbeit zwischen dem Vertrauten und dem leicht Verschobenen. Sie zeigt die Schönheit, den Humor und die Widersprüche menschlicher Begegnungen – ohne sie aufzulösen.
Aslan Kudrnofsky
Aslan Kudrnofsky ist Fotografin. Sie lebt und arbeitet in Wien und Tirol. In ihrer Arbeit erkundet sie die Beziehung zwischen Menschen und Orten – wie sie sich gegenseitig formen, prägen, verändern. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt, auch wenn er nicht zu sehen ist. Sein Widerhall in den Räumen, die er gestaltet – und die ihn gestalten – ist immer spürbar. Wiederkehrende Motive in Kudrnofskys Arbeit sind Monochromie, Wiederholung, Dualität. Die Stille zwischen den Dingen. Ihr Werk umfasst analoge Klein- und Mittelformatfotografie, Fotocollagen, Lichtobjekte und Zeichnungen.
















